Die nachfolgenden Antworten vermitteln nur eine allgemeine Übersicht. Für die Beurteilung von Einzelfällen sind ausschliesslich die gesetzlichen Bestimmungen und die ihnen gleichgestellten internationalen Vorschriften massgebend.

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Beiträge / Zulagen

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Wie können Versicherte überprüfen, ob ihr Arbeitgeber die Beiträge für sie abgerechnet hat?

Sie können mittels folgendem Link einen Auszug aus dem individuellen Konto bestellen:
Antrag für einen Zusammenruf der persönlichen individuellen Konti (IK) 

Informationen zum Auszug aus dem individuellen Konto (IK) finden Sie im folgenden Merkblatt:
1.01 - Auszug aus dem Individuellen Konto (IK)

Wie können die Sozialversicherungsbeiträge von Arbeitnehmenden im privaten Haushalt abgerechnet werden?

Wer einen eigenen Haushalt führt und Personen als Hausdienst-Arbeitnehmende beschäftigt und entlöhnt, ist verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge abzurechnen – auch wenn der Geld- oder Naturallohn tiefer ist als 2'300 Franken im Jahr. Im Privathaushalt ist grundsätzlich jedes Entgelt für eine  Tätigkeit beitragspflichtig. 

Ausnahme:
Jugendliche Hausangestellte sind bis zum 31. Dezember nach Vollendung des 25. Altersjahres von der Beitragspflicht befreit, sofern ihr Lohn 750 Franken im Kalenderjahr nicht übersteigt. Die jugendlichen Angestellten können aber die Beitragsabrechnung verlangen.

Zudem sind Hausdienst-Arbeitgebende verpflichtet, ihr Personal gegen Unfall zu versichern.
Wenn Löhne ausbezahlt werden, die der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterstellt sind, muss sich der Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung anschliessen.

Hausdienst-Arbeitgebende müssen sich mit folgendem Formular bei der Ausgleichskasse anmelden:

3107 - Anmeldung für Hausdienstarbeitgebende im privaten Haushalt

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Merkblättern:

2.06 - Hausdienstarbeit

6.05 - Obligatorische Unfallversicherung UVG

6.06 - Anschlusspflicht an eine Vorsorgeeinrichtung gemäss BVG

2.01 - Lohnbeiträge an die AHV, die IV und die EO

2.08 - Beiträge an die Arbeitslosenversicherung

Wer gilt als nichterwerbstätig und wieso müssen solche Personen AHV/IV/EO-Beiträge bezahlen?

In der Schweiz wohnende nichterwerbstätige Personen sind versichert und bezahlen ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge. Als Nichterwerbstätige gelten Personen, die kein oder nur ein geringes Erwerbseinkommen erzielen, namentlich:

  • vorzeitig Pensionierte
  • Bezügerinnen und Bezüger von IV-Renten
  • Empfänger und Empfängerinnen von Kranken- und Unfalltaggeldern
  • Studierende (siehe <media 32 - - "TEXT, 2.10d, 2.10d.pdf, 326 KB">Merkblatt 2.10 - Beiträge der Studierenden an die AHV, die IV und die EO</media>)
  • Weltreisende
  • ausgesteuerte Arbeitslose
  • Geschiedene
  • Verwitwete
  • Ehefrauen und Ehemänner von Pensionierten, die nicht im AHV-Rentenalter sind
  • Ehefrauen und Ehemänner von im Ausland erwerbstätigen Ehepartnern
  • Versicherte, die zwar erwerbstätig sind, deren jährliche Beiträge aus der Erwerbstätigkeit inklusive Arbeitgeberbeiträge jedoch weniger als 480 Franken (entspricht einem Bruttojahreseinkommen von 4'667 Franken) betragen.
  • Versicherte, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind und deren Beiträge aus der Erwerbstätigkeit inklusive Arbeitgeberbeiträge weniger als die Hälfte der  Beiträge ausmachen, die sie als Nichterwerbstätige entrichten müssten. Als nicht dauernd voll erwerbstätig gilt, wer weniger als 9 Monate im Jahr oder weniger als 50 % der üblichen Arbeitszeit erwerbstätig ist.

Damit fehlende Beitragsjahre, welche zu einer Verminderung von Rentenleistungen führen können, vermieden werden, sind die Beiträge lückenlos bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters zu entrichten.

Sofern Sie nicht erwerbstätig und nicht von einer Ausgleichskasse erfasst sind, melden Sie sich bei der für Sie zuständige AHV-Zweigstelle an.

Anmeldung für Nichterwerbstätige

<media 31>Merkblatt 2.03 - Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO</media>

 

Mein Kind ist in der Lehre, ab wann bekomme ich Ausbildungszulagen?

Bis zum Ende des Monats, in welchem das Kind 16 Jahre alt wird, besteht weiter Anspruch auf Kinderzulagen. Ab Folgemonat wird die Ausbildungszulage ausgerichtet. Der Ausgleichskasse ist die Kopie des unterzeichneten, genehmigten Lehrvertrages zuzustellen.

Ergänzungesleistungen

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Wann wird die monatliche Ergänzungsleistung ausbezahlt?

Die Auszahlung der Ergänzungsleistung erfolgt am 4. Arbeitstag des Monats.

Wo muss ich die Anmeldung für Ergänzungsleistungen einreichen?

Die Anmeldung muss bei der für Sie zuständigen Sozialregion oder Zweigstelle eingereicht werden.

Wie hoch ist die kantonale Durchschnittsprämie für die IPV im Rahmen von Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen und Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien?

 

Erwachsene Person                                      CHF 458.00 / Monat      CHF 5'496.00 / Jahr

Junge erwachsene Person (19 bis 25 Jahre)   CHF 428.00 / Monat      CHF 5'136.00 / Jahr

Kinder                                                        CHF 108.00 / Monat      CHF 1'296.00 / Jahr

Bei Sozialhilfe- und FamEL-Bezügern werden die effektiven Grundversicherungen (bis max. kantonaler Durchschnittsprämie) beglichen.

Leistungen

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Bis wann muss ich einen Vorbezug/Aufschub der Altersrente anmelden?

Frauen und Männer können den Bezug der Altersrente um 1 oder 2 Jahre vorbeziehen oder diese um 1 bis höchstens 5 Jahre aufschieben.

 

Der Vorbezug wird mit dem Anmeldeformular für eine Altersrente geltend gemacht. Die Anmeldung muss spätestens am letzten Tag des Monats, in welchem das entsprechende Altersjahr vollendet wird, eingereicht werden. Andernfalls kann der Rentenvorbezug erst mit Wirkung ab dem nächstfolgenden Geburtstag geltend gemacht werden. Eine rückwirkende Anmeldung ist ausgeschlossen.

 

Der Aufschub muss spätestens bis 1 Jahr nach Entstehung des ordentlichen Rentenanspruchs geltend gemacht werden. Während des Aufschubs von mindestens 1 Jahr kann die Rente nach freier Wahl abgerufen, d.h. bezogen werden.

 

Plafonierung der Renten eines Ehepaars

Die Summe der beiden Einzelrenten eines Ehepaars darf nicht grösser sein als 150 % der Maximalrente. Wird dieser Höchstbetrag überschritten, werden die beiden Einzelrenten entsprechend gekürzt. Eine Plafonierung der Renten findet nicht statt, wenn entweder der gemeinsame Haushalt durch einen richterlichen Entscheid aufgehoben wurde, oder wenn ein Ehegatte eine Altersrente und der andere eine halbe oder Viertelsrente der IV bezieht.

Was sind Betreuungsgutschriften?

Versicherten Personen können für Jahre, in denen sie pflegebedürftige Verwandte betreuen, Betreuungsgutschriften angerechnet werden. Für Jahre, in denen Erziehungsgutschriften angerechnet werden können, besteht kein Anspruch auf Betreuungsgutschriften. Bei verheirateten Personen wird die Gutschrift während der Kalenderjahre der Ehe je zur Hälfte aufgeteilt. Die Betreuungsgutschriften werden im individuellen Konto vermerkt. Die Höhe kann jedoch erst bei der Berechnung der AHV-oder IV-Leistungen festgesetzt werden.

Was sind Erziehungsgutschriften?

Bei der Berechnung der Alters,- Hinterlassenen-, oder Invalidenrente kann einer versicherten Person für jedes Jahr, in dem sie Kinder unter 16 Jahren hatte, eine Erziehungsgutschrift angerechnet werden. Bei verheirateten Personen wird die Gutschrift während der Kalenderjahre der Ehe je zur Hälfte aufgeteilt. Bei geschiedenen und unverheirateten Eltern gelten seit 1. Januar 2000 besondere Bestimmungen. Erziehungsgutschriften sind auf keinem IK-Auszug ersichtlich. Sie werden lediglich bei der Berechnung von AHV-/IV-Leistungen angerechnet.

Individuelle Prämienverbilligung (IPV)

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Wie kann das Antragsformular angefordert werden?

 

. Die Bezugsfrist für ein Antragsformular für individuelle Prämienverbilligung IPV 2018 ist am 31. Juli 2018 abgelaufen. Bei Fristversäumnis verwirkt der Anspruch auf Prämienverbilligung.

. Telefonisch unter der Rufnummer 032 686 22 09

. Per E-mail: ipv@akso.ch

 

 

Welche Fristen gelten für die Anforderung/Einreichung des Antragsformulars?
  • Anforderung des Antragsformulars bis spätestens 31. Juli 2018 oder 30 Tage nach Eröffnung der rechtskräftigen Steuerveranlagung.
  • Einreichung des Antragsformulars spätestens 30 Tage nach Erhalt.
  • Einreichungsfrist für quellenbesteuerte Personen ist der 31. Dezember 2018.
Welche Steuerveranlagung ist für die Berechnung der IPV im Jahr 2018 massgebend?

 

Zur Berechnung des Anspruches auf IPV ist grundsätzlich die letzte rechtskräftige Staatssteuerveranlagung 2016 massgebend.

Ausnahmen bilden folgende Ereignisse im Jahr 2017: Zuzug aus einem anderen Kanton, Zivilstandsänderung, Ausbildungsende, Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse von 2016 auf 2017 (siehe nächste Frage). In diesen Fällen ist die rechtskräftige Staatssteuerveranlagung 2017 massgebend.

Für folgende Personen gelten andere Berechnungsgrundlagen/Voraussetzungen: quellenbesteuerte Personen und Personen, welche Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV sowie Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien erhalten.

 

 

Was muss ich bei der Frage 'Wirtschaftliche Lage' auf dem Antragsformular beachten?

 

Hatten Sie im Jahr 2017 einen Einkommensanstieg von mehr als 20% und/oder einen Vermögensanstieg von mehr als CHF 20'000.00 gegenüber 2016? Dann beantworten Sie die Frage mit 'ja'. Für die Bearbeitung des Antrags warten wir die rechtskräftige Staatssteuerveranlagung 2017 ab.

Wie hoch darf das massgebende Einkommen sein, um 2018 einen Beitrag an die Krankenversicherungsprämie zu erhalten?
  • 1 erwachsene Person                                          CHF 28'000.00
  • 2 erwachsene Personen                                       CHF 49'000.00
  • 1 junge erwachsene Person (19 bis 25 Jahre)        CHF 26'000.00 (nicht mehr in Ausbildung)
  • 1 oder 2 Eltern-Familie mit Kindern                       CHF 72'000.00
  • 1 oder 2 Eltern-Familie mit jungen Erwachsenen     CHF 72'000.00

Die Berechnung des massgebenden Einkommens entnehmen Sie der nächsten Frage.

Wie wird das massgebende Einkommen berechnet?

 

Das massgebende Einkommen setzt sich aus folgenden Ziffern Ihrer Steuerveranlagung zusammen:

  • Satzbestimmendes Einkommen                     Ziffer 25
  • 50% des satzbestimmenden Vermögens        Ziffer 35
  • Aufrechnung Renten und Pensionen zu 100% Ziffer 3.2 / 3.3
  • Abzug für Liegenschaftskosten                      Ziffer 6 Rubrik 'Liegenschaftskosten'
  • gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a)            Ziffer 13.1 / 13.2
  • freiwillige Zuwendungen                               Ziffer 21
Wie hoch sind die maximalen Richtprämien für die ordentliche IPV?

 

Es gelten folgende vom Regierungsrat festgelegte Richtprämien:

Erwachsene Person                                    CHF 322.00 / Monat     CHF 3'864.00 / Jahr

Junge erwachsene Person (19 bis 25 Jahre) CHF 300.00 / Monat     CHF 3'600.00 / Jahr

Kinder                                                       CHF  76.00 / Monat     CHF    912.00 / Jahr

Bis Einkommen CHF 72'000.00 haben die Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung mindestens Anspruch auf die Ausrichtung der halben Richtprämie von CHF 38.00 resp. CHF 150.00.

Wie wird mein Anspruch auf IPV berechnet?

 

Von der maximalen IPV wird ein Eigenanteil von 10-16 % linear abhängig von der Höhe des massgebenden Einkommens abgezogen. (Der Prozentsatz wird jährlich vom Departement des Innern festgelegt und bewegt sich zwischen 10 bis 16 % mit der Möglichkeit, diesen um +/- 4 % zu verändern.)

Berechnungsformel des Eigenanteils 2018:

Maximale Richtprämie - Eigenanteil = Individuelle Prämienverbilligung

Beispiel Erwachsener:

Massgebendes Einkommen CHF 28'000.00

                 16 % - 10 % x CHF 28'000.00
10 % + ( ------------------------------------- ) = 12.33 %
                     CHF 72'000.00

Eigenanteil = 12.33 % von CHF 28'000.00 = CHF 3'453.00

IPV = Maximale Richtprämie von CHF 3'864.00 - CHF 3'453.00 = CHF 411.00

Beträge unter CHF 360.00 bei Einzelpersonen oder CHF 720.00 bei Ehepaaren werden nicht ausbezahlt.

Meine Krankenversicherungsprämien sind gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Habe ich deshalb Anrecht auf mehr IPV?

 

Für den Anspruch auf IPV ist nicht die Höhe der Krankenversicherungsprämie massgebend, sondern das massgebende Einkommen basierend auf Ihrer definitiven Staatssteuerveranlagung.

Meine Krankenversicherungsprämien sind höher als die IPV. Was passiert nun?

 

Der Krankenversicherer wird den Betrag an die Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung anrechnen. Dadurch reduziert sich die zu bezahlende Krankenversicherungsprämie. Der Anteil der Prämie, welcher nicht durch die IPV abgedeckt wird, ist durch die Versicherten zu begleichen.

Meine Krankenversicherungsprämien sind tiefer als die IPV. Was passiert nun?

 

Die IPV darf die effektive Prämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung nicht übersteigen. Ist der mitgeteilte Betrag höher als die Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, geht die Differenz (Überschuss) zurück an den Kanton Solothurn. Für Personen mit Ergänzungsleistungen zur AHV/IV gelten andere Bestimmungen.

Ich habe den Krankenversicherer fristgerecht gewechselt. Wie soll ich nun weiter vorgehen?

 

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, dass Sie etwas unternehmen. Ihr Krankenversicherer wird der AKSO eine Mitteilung über den Wechsel zukommen lassen. Bitte notieren Sie jedoch auf dem Antragsformular Ihren neuen Krankenversicherer.

Was ist bei jungen erwachsenen Personen in Ausbildung zu beachten?

 

Junge erwachsene Personen zwischen dem 19. und 25. Altersjahr (Jahrgänge 1999-1993) sind auf dem Antrag der Eltern manuell zu ergänzen, falls Sie sich am 1. Januar des Anspruchsjahres in Ausbildung befanden und den Eltern in der letzten definitiven Staatssteuerveranlagung der Sozialabzug von CHF 6'000.00 gewährt wurde.

Bitte legen Sie die Kopie eines Ausbildungsnachweises (Lehrvertrag, Studienbestätigung, Immatrikulationsbescheinigung usw.) mit Stand per 1. Januar 2018 bei.

Junge erwachsene Personen, welche am 1. Januar des Anspruchsjahres nicht mehr in Ausbildung waren, verlangen ein eigenes Antragsformular bei der AKSO.

Kann ich meine/n Lebenspartner/in (Konkubinatspartner/in) auf dem Antragsformular aufführen?

 

Nein. Unter dem Abschnitt 'Partner/in' können lediglich Ehepartner/in sowie Partner/in einer eingetragenen Partnerschaft aufgeführt werden.

weitere häufig gestellte Fragen

Wir verweisen nachstehend auf weitere interessante Informationsseiten:

AHV
http://www.bsv.admin.ch

Ergänzungsleistungen
http://www.bsv.admin.ch

Invalidenversicherung
http://www.bsv.admin.ch

Erwerbsersatzordnung
http://www.bsv.admin.ch

Der Neue Lohnausweis (NLA)
http://www.steuerkonferenz.ch/d/lohnausweis.htm