Arbeitgeber / Arbeitnehmer

Arbeitgeber

Der Anschluss an eine AHV-Ausgleichskasse ist für Arbeitgeber erforderlich, um die AHV/IV/EO-Beiträge und die Beiträge an die Arbeitslosenversicherung der Arbeitnehmer abzurechnen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je die Hälfte. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den gesamten Beitrag an die Ausgleichskasse zu überweisen. Weiter erfolgt durch die AHV-Ausgleichskasse der Bezug der Beiträge an die Familienausgleichskasse. Diese Beiträge werden nur dem Arbeitgeber belastet. Der Arbeitnehmer muss keine Beiträge an die Familienausgleichskasse entrichten.


Massgebender Lohn

Der Lohn, auf dem Beiträge entrichtet werden müssen, wird als massgebender Lohn bezeichnet. Es gibt auch Entschädigungsarten, die nicht zum massgebenden Lohn gehören. Auf diesen Entgelten müssen keine Beiträge bezahlt werden.

Akontobeiträge

Die Ausgleichskassen setzen aufgrund ihrer Lohnangaben Akontobeiträge fest. Dies sind provisorische Beiträge, die auf der voraussichtlichen Lohnsumme basieren. Sobald sich die Lohnsumme wesentlich ändert, muss die Ausgleichskasse davon in Kenntnis gesetzt werden.

Zahlungsperioden und -termine

Die Zahlung der Beiträge erfolgt in der Regel vierteljährlich. Bei einer jährlichen Lohnsumme von über 200'000.00 müssen die Beiträge monatlich bezahlt werden. Der Zahlungstermin ist jeweils der 10. Tag nach Quartalsende bzw. Monatsende. Bei Hausdienst-Arbeitgebern und Liegenschaften mit Hauswarten erfolgt eine jährliche Abrechnung. Für die definitive Abrechnung werden die Arbeitgeber im Dezember aufgefordert, die Deklaration der AHV-pflichtigen Löhne bis 30. Januar des Folgejahres einzureichen.

Bei verspäteter Entrichtung oder Abrechnung der Beiträge hat die Ausgleichskasse Verzugszinsen zu erheben.

Arbeitnehmer

Beitragsansätze

Personen, die in der Schweiz erwerbstätig sind, müssen von ihrem Lohn Beiträge an die AHV, die IV, die EO und an die ALV entrichten. Der Beitragssatz AHV/IV/EO beträgt 10,25 % jenen der ALV 2.2 %. Die Arbeitgeber ziehen die Hälfte des Beitrages (5.125 % AHV/IV/EO und 1.1 % ALV) vom Lohn der Arbeitnehmer ab und überweisen diesen zusammen mit ihrem Anteil (ebenfalls 5.125 % AHV/IV/EO und 1.1 % ALV) an die AHV-Ausgleichskasse.

Beginn der Beitragspflicht

Die Beitragspflicht beginnt am 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres und endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht wird.

Rentenfreibetrag

Personen, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben und weiter erwerbstätig sind, zahlen auch weiterhin Beiträge an die AHV/IV/EO, jedoch nicht mehr an die ALV. Die erwerbstätigen AltersrentnerInnen müssen aber nur auf dem Betrag AHV-Beiträge bezahlen, der den Rentnerfreibetrag von Fr. 1'400.00 im Monat übersteigt.

Geringfügiger Lohn

Vom massgebenden Lohn, der je Arbeitgeber den Betrag von Fr. 2'300.00 im Kalenderjahr nicht übersteigt, werden die Beiträge nur auf Verlangen des Versicherten erhoben.

Geringfügige Löhne von arbeitnehmenden Personen im Privathaushalt –
Neuerung ab 1. Januar 2015
Von der Beitragspflicht an die AHV/IV/EO und ALV ausgenommen ist eine im Privathaushalt erwerbstätige Person, wenn sie
1. je Arbeitgebenden im Kalenderjahr einen Lohn erhält, der kleiner ist als Fr. 750.-- und
2. diesen Lohn bis zum 31. Dezember jenes Jahres erzielt, in welchem sie das 25. Altersjahr vollendet hat.

Die AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge müssen hingegen auf dem massgebenden Lohn entrichtet werden, wenn die erwerbstätige Person dies verlangt.
Für alle übrigen Personen, welche im Privathaushalt beschäftigt werden, sind alle Entgelte, ungeachtet deren Höhe, abzurechnen. 

Für die Beurteilung von Einzelfällen sind ausschliesslich die gesetzlichen Bestimmungen massgebend.

Achtung!
Bei in Privathaushalten beschäftigten Personen und Personen, die von Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie von Schulen im künstlerischen Bereich beschäftigt werden, müssen die Beiträge in jedem Fall ungeachtet der Höhe des ausbezahlten Lohnes entrichtet werden.

Wir empfehlen aber allen Arbeitgebern, die betroffenen Personen darüber zu informieren, dass Sie die Abrechnung der AHV-Beiträge verlangen können. Hat sich eine Person die Auszahlung der Entschädigung ohne Abzug der AHV-Beiträge gefallen lassen, kann Sie nachträglich die Abrechnung der Beiträge nicht mehr verlangen.

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Fragen?

Bei weiteren Fragen zum Thema kontaktieren Sie uns unter der Nummer 032 686 22 00 oder per E-Mail unter beitraege@akso.ch