Nichterwerbstätige

Wer gilt als nichterwerbstätig?

Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz, welche kein oder nur ein geringes Einkommen erzielen, müssen Beiträge als Nichterwerbstätige entrichten. Damit wird u.a. verhindert, dass Beitragslücken entstehen, welche sich negativ auf einen zukünftigen Rentenanspruch auswirken könnten.

Versicherte, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind und deren Beiträge aus der Erwerbstätigkeit inklusive Arbeitgeberbeiträge weniger als die Hälfte der Beiträge ausmachen, die sie als Nichterwerbstätige entrichten müssten. Als nicht dauernd voll erwerbstätig gilt, wer weniger als 9 Monate im Jahr oder weniger als 50 % der üblichen Arbeitszeit erwerbstätig ist.

Die Nichterwerbstätigen müssen bei der kantonalen Ausgleichskasse Ihres Wohnsitzkantons die Beiträge abrechnen. Ausnahmen sind die nichterwerbstätigen Studenten, Mitglieder religiöser Gemeinschaften und Inhaftierte. Sie entrichten ihre AHV-Beiträge bei der kantonalen Ausgleichskasse ihres Studienortes, des Klosters bzw. der Haftanstalt.

Dauer der Beitragspflicht

Nichterwerbstätige sind ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres beitragspflichtig. Die Beitragspflicht an die AHV, die IV und die EO endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht wird. Die Pflicht Nichterwerbstätiger, Beiträge zu entrichten, endet ferner mit der Aufgabe des Wohnsitzes in der Schweiz oder mit dem Tod.

Berechnungsgrundlagen

Als Grundlage für die Berechnung der Beiträge an die AHV, die IV und die EO dienen das Vermögen und das 20-fache Renteneinkommen (ohne Leistungen der eidg. Invalidenversicherung). Bei Verheirateten bemessen sich die Beiträge, ungeachtet des Güterstandes, auf der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens. Es ist nicht möglich, freiwillig höhere Beiträge zu bezahlen.

Die Berechnung basiert auf dem aktuellen, kapitalisierten Renteneinkommen und dem Vermögen am Ende des Beitragsjahres. Der Mindestbeitrag beträgt jährlich Fr. 478.00 und der Maximalbeitrag beträgt Fr. 23'900.00. Nichterwerbstätige müssen keine Beiträge bezahlen, wenn ihr Ehepartner im Sinne der AHV erwerbstätig ist und den doppelten Mindestbeitrag in Höhe von Fr. 956.00 im Jahr bezahlt.

Nichterwerbstätige mit geringem Einkommen

Nichterwerbstätige mit einem geringen Erwerbseinkommen (z.B. Teilzeitarbeit, Studenten) können bei Ihrer Ausgleichskasse verlangen, dass ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen an ihre Beiträge als Nichterwerbstätige angerechnet werden.

Akontobeiträge

Die Ausgleichskassen setzen Akontobeiträge fest. Dies sind provisorische Beiträge, die auf dem voraussichtlichen Renteneinkommen und Vermögen basieren. Stellt eine nichterwerbstätige Person fest, dass die von ihr angegebenen Renteneinkommen oder Vermögenswerte zu tief sind und deshalb die Akontobeiträge zu niedrig ausgefallen sind, muss dies der Ausgleichskasse gemeldet werden. Wer eine Veränderung seiner Akontobeiträge nicht verlangt, muss mit Verzugszinsen rechnen.

Zahlungsperioden und Zahlungstermine

Die Minimalbeiträge müssen jährlich, höhere Akontobeiträge vierteljährlich bezahlt werden. Dabei ist der späteste Zahlungstermin jeweils der 10. Tag nach Quartalsende.

Anmeldung

Die Anmeldung ist komplett ausgefüllt und mit den entsprechenden Unterlagen versehen der AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde abzugeben.

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Fragen?

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