Splitting bei Scheidung

Einkommensteilung/Splitting

Die Alters- oder Invalidenrenten geschiedener Personen sind unter Vornahme einer Einkommensteilung, des sogenannten Splittings, zu berechnen. Bei der Berechnung der Alters- oder Invalidenrenten von geschiedenen Personen werden die Einkommen, welche die Ex-Ehepartner während den Ehejahren erzielt haben, je zur Hälfte aufgeteilt.

Durchführung des Splittings

Die Einkommensteilung wird vorgenommen, wenn

  • bei Verheirateten beide Ehepartner Anspruch auf eine Alters- oder Invalidenrente haben, oder
  • die Ehe aufgelöst wird durch Scheidung oder Ungültigkeitserklärung, oder
  • ein Ehepartner stirbt und der andere bereits eine Rente der Alters- oder Invalidenversicherung bezieht.

Vorgehen nach der Scheidung

Nach der Scheidung können die ehemaligen Ehepartner bei einer der AHV-Ausgleichskassen, bei welcher sie AHV-Beiträge bezahlt haben, die Einkommensteilung verlangen. Die Nummern der AHV-Ausgleichskassen, welche für eine Person ein AHV-Beitragskonto (Individuelles Konto) führen, sind jeweils auf dem AHV-Versicherungsausweis aufgeführt.

Nach Abschluss des Verfahrens erhalten die beiden ehemaligen Ehepartner eine Kontenübersicht. Diese ermöglicht einen Überblick über die Einkommen, die in den Individuellen Konten bei der AHV-Ausgleichskasse für eine spätere Rentenberechnung eingetragen worden sind.

Was geschieht, wenn kein Splittingantrag gestellt wird?

Falls es die geschiedenen Ehegatten unterlassen, das Verfahren zur Einkommensteilung einzuleiten, nehmen die Ausgleichskassen spätestens im Zeitpunkt der Rentenberechnung (auch bei provisorischen Rentenvorausberechnungen) ein Splitting vor. Dies kann dazu führen, dass die erstmalige Rentenauszahlung nicht pünktlich erfolgt.

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Fragen?

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