Individuelle Prämienverbilligung (IPV)

Was ist IPV?

Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen erhalten vom Bund und Kanton einen finanziellen Beitrag an die Prämien für die obligatorische Krankenpflegeversicherung. 

Wie wird die IPV ausbezahlt?

Die Auszahlung erfolgt an die entsprechende Krankenversicherung zur Verrechnung mit den Krankenkassenprämien.

Wer erhält ein Antragsformular?

Personen, welche bei einem vom Bund anerkannten Krankenversicherer die obligatorische Krankenpflegeversicherung abgeschlossen und am 1. Januar des Anspruchsjahres Wohnsitz im Kanton Solothurn haben. 

Die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn stellt in der Regel allen Personen ein Antragsformular zu, welche nach Auswertung der Steuerdaten voraussichtlich Anspruch auf Prämienverbilligung haben. Ab Ende Dezember des Vorjahres bis November des Anspruchsjahres erfolgt in regelmässigen Abständen ein Versand. 

Das Antragsformular kann unter nachfolgendem Link: "Antrag für ordentliche Prämienverbilligung" ausgefüllt und ausgedruckt werden.

Wie berechnet sich die Prämienverbilligung?

Als Bemessungsgrundlage werden das satzbestimmende Einkommen und Vermögen der letzten definitiven rechtskräftigen Steuerveranlagung gemäss kantonalen Steuern beigezogen sowie die persönlichen und familiären Verhältnisse am 1. Januar des Anspruchsjahres berücksichtigt.

Es wird keine Berechnungsgrundlage aufgeschaltet. Eine Information auf die IPV-Parameter 2016 finden Sie hier: IPV-Parameter

Besondere Situationen

Zuzug im 2015: Wer während dem Jahr 2015 im Kanton Solothurn Wohnsitz genommen hat, verlangt bei der Ausgleichskasse Solothurn ein Antragsformular. 

Späterer Zuzug: Wer erst nach dem 1. Januar 2016 im Kanton Solothurn Wohnsitz nimmt, hat hier keinen Anspruch auf Prämienverbilligung. Die Prämienverbilligung ist am früheren Wohnort zu beantragen. 

Wegzug im 2016: Wer nach dem 1. Januar 2016 den Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegt, hat im Kanton Solothurn Anspruch auf Prämienverbilligung. Der Antrag ist im Kanton Solothurn einzureichen. 

Zivilstandsänderung im 2015 / Ausbildungsende im 2015: Hat sich Ihr Zivilstand geändert oder haben Sie Ihre Ausbildung beendet, dann verlangen Sie ein Antragsformular. 

Junge Erwachsene mit Jahrgang 1997 – 1991: Wurde in der Steuerveranlagung 2014 bei Ihren Eltern kein Sozialabzug (Ziffer 24.1) getätigt, dann verlangen Sie ein Antragsformular. 

Ergänzungsleistungen: Wer Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen oder Invaliditätsversicherung oder für einkommensschwache Familien bezieht, erhält keinen Antrag. Die Prämienverbilligung wird automatisch an die Krankenkasse überwiesen. 

Quellenbesteuert: Quellensteuerte Personen können jeweils ab Ende Mai des Anspruchsjahres das Formular beim Arbeitgeber verlangen oder direkt im Bereich Formulare ausdrucken. 

Sozialhilfe: Beziehen Sie Sozialhilfe, dann melden Sie sich beim Sozialamt Ihrer Wohngemeinde. 

Fehlende Steuererklärung: Wenn im Anspruchsjahr keine rechtskräftige Steuerveranlagung oder Zwischenveranlagung vorliegt, wird keine Prämienverbilligung ausgerichtet. Anspruchsberechtigte, welche die definitive Steuerveranlagung aus früheren Jahren erst im 2016 erhalten, können den Anspruch innert 30 Tagen rückwirkend geltend machen. Wird die Frist nicht eingehalten, ist der Anspruch verwirkt. Massgebend sind die Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungs­grundlagen des entsprechenden Jahres. 

Fristen:

Das ausgefüllte Antragsformular muss innert 30 Tagen nach Erhalt zurückgeschickt werden.  Letzte Frist für die Einreichung des Antragformulars ist der 31. Juli des Anspruchsjahres. Bei zu spät eingereichten Anträgen verwirkt der Anspruch auf Prämienverbilligung.

Weitere Informationen?

Ausgleichskasse des Kantons Solothurn
Abteilung: Individuelle Prämienverbilligung IPV
Postfach 116
4501 Solothurn

E-Mail ipv@akso.ch
Telefon 032 686 22 09