Selbständigerwerbende (SE)

Als sozialversicherungsrechtlich selbständigerwerbend gilt, wer unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung auftritt, das eigene wirtschaftliche Risiko trägt, Investitionen für berufliche Zwecke tätigt sowie eigene Aufträge von mehreren Auftraggebenden erhält und die Unkosten und das Inkassorisiko trägt. Ausserdem muss über eine eigene Betriebsorganisation verfügt werden und man darf keinen fremden Weisungen unterworfen sein.

Beitragssätze

Die Beiträge an die AHV/IV/EO werden auf der Basis des aktuellen Einkommens des Beitragsjahres berechnet. Ab einem Jahreseinkommen von mindestens Fr. 56'400.00 gilt der maximale Beitragssatz von 9,65 % des Erwerbseinkommens. Für Einkommen unterhalb Fr. 56'400.00 gelten tiefere Beitragssätze nach der sinkenden Beitragsskala. Der Mindestbeitrag pro Jahr beträgt Fr. 478.00 und gilt bis zu einem Einkommen von weniger als Fr. 9'400.00.

Durch die Revision des Bundesgesetzes über die Familienzulagen (FamZG) sind sämtliche in der Schweiz tätige Selbstständigerwerbende diesem unterstellt. Die Revision des Bundesgesetzes sieht folgende Neuerungen vor:

  • die obligatorische Unterstellung sämtlicher Selbstständigerwerbenden;
  • die ordentliche Beitragspflicht auf einem AHV-pflichtigen Einkommen bis zu einer Höhe von CHF 148'200.00;
  • Anspruch auf Familienzulagen gemäss den kantonalen Ansätzen, welche auch für Arbeitnehmende gültig sind.


Alle Selbstständigerwerbenden leisten einen festen prozentualen Beitrag auf das AHV-pflichtige Einkommen bis CHF 148'200.00. Was über dem Höchstbetrag des versicherten Verdienstes in der obligatorischen Unfallversicherung liegt, ist beitragsfrei. Der Beitragssatz im Kanton Solothurn beträgt 1,3 %. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Kapitel Familienausgleichskasse / Familienzulagen.

Zins vom reinen Betriebskapital

Der vom selbständigen Erwerbseinkommen abzuziehende Zins des im Betrieb investierten Eigenkapitals entspricht der jährlichen Durchschnittsrendite der Anleihen in Schweizer Franken der nicht öffentlichen inländischen Schuldner gemäss Statistik der Schweizerischen Nationalbank.

Der Wert für das laufende Jahr wird jeweils am 31.12. ermittelt und kann von uns daher erst im Folgejahr veröffentlicht werden.

gültig ab

Ansatz in %

1.1.2013 1.5
1.1.2014 1.0
1.1.2015 0.5
1.1.2016 0.0
1.1.2017 0.5
1.1.2018 wird im Jahr 2019 veröffentlicht

Das im Betrieb investierte Eigenkapital wird zur Berechnung des abzugsfähigen Zinses auf die nächsten 1'000 Franken aufgerundet.

Akontobeiträge

Die Ausgleichskassen setzen Akontobeiträge fest. Dies sind provisorische Beiträge, die auf dem voraussichtlichen Einkommen im laufenden Beitragsjahr basieren. Stellt eine selbständigerwerbende Person fest, dass das von ihr angegebene Einkommen zu tief ist und die Akontobeiträge zu gering ausgefallen sind, sollte sie dies der Ausgleichskasse melden. Wer eine Veränderung seiner Akontobeiträge nicht verlangt, muss mit Verzugszinsen rechnen.
Die zuständige Veranlagungsbehörde meldet der Ausgleichskasse die Einkommen der ihr angeschlossenen Selbständigerwerbenden. Aufgrund dieser Steuermeldungen werden die Beiträge definitiv verfügt.

Selbständigerwerbende mit Arbeitnehmern

Wer als Selbständigerwerbender noch Arbeitnehmer beschäftigt, muss auch die Lohnabrechnung für seine Angestellten ausfüllen. Somit trägt der Selbständigerwerbende auch einen Teil der Lohnprozente als Arbeitgeber mit.

Zahlungsperioden und -termine

Die Akontobeiträge müssen vierteljährlich bezahlt werden. Dabei ist der späteste Zahlungstermin jeweils der 10.Tag nach Quartalsende.

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Fragen?

Bei weiteren Fragen zum Thema kontaktieren Sie uns unter der Nummer 032 686 22 00 oder per E-Mail unter beitraege@akso.ch