Familienausgleichskasse / Familienzulagen

Unterstellte Personen /Arbeitgebende

Dem Gesetz unterstehen Arbeitgebende mit Wohn- oder Geschäftssitz, mit Betrieben, Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten im Kanton Solothurn, sowie Arbeitnehmende nicht beitragspflichtiger Arbeitgebender, Selbstständigerwerbende und Nichterwerbstätige.

Bezugsberechtigte Personen

Anspruch auf Familienzulagen haben:

  • Arbeitnehmende bei einem dem Gesetz unterstellten Arbeitgebenden
  • Arbeitnehmende nicht beitragspflichtiger Arbeitgebenden
  • Selbstständigerwerbende
  • Nichterwerbstätige nach den Bestimmungen der AHV. Hingegen haben keinen Anspruch;

    • Personen, die nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters eine Altersrente der AHV beziehen;
    • Personen, die in ungetrennter Ehe leben und deren Ehepartner eine Altersrente der AHV bezieht;
    • Personen, die Ergänzungsleistungen der AHV oder IV beziehen. 

Beginn und Ende der Zulagenberechtigung

Der Anspruch auf Familienzulagen entsteht mit dem Lohnanspruch des Arbeitnehmenden, bzw. Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit (frühestens ab 1.1.2013) und endet bei deren Aufgabe.

Ist der Arbeitnehmende oder der Selbstständigerwerbende durch Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder durch die Erfüllung gesetzlicher Pflichten (z.B. Militärdienst) an der Arbeitsleistung verhindert, so werden die Familienzulagen ab Eintritt der Arbeitsverhinderung für den laufenden Monat und drei weitere Monat ausgerichtet und zwar unabhängig davon, ob ein Lohn oder eine Versicherungsleistung bezahlt wird. Wenn nach Ablauf der drei Monate noch ein massgebendes Erwerbseinkommen von CHF 7'050.00 ausgerichtet wird, werden die Zulagen ebenfalls weiter ausgerichtet.

Das Mindesterwerbseinkommen zum Bezug von Familienzulagen beträgt CHF 7'050.00 im Jahr bzw. CHF 587.00 im Monat. Massgebend ist das nach AHV-Kriterien ermittelte Einkommen.

Nichterwerbstätige haben Anspruch auf Familienzulagen, wenn das steuerbare Einkommen von CHF 42'300.00 im Jahr nicht überschritten wird und keine Ergänzungsleistungen der AHV/IV bezogen werden.

Zulagenberechtigte Kinder

  • eigene Kinder und Adoptivkinder;
  • Stief-, und Pflegekinder
  • Geschwister und Enkelkinder der bezugsberechtigten Person, wenn diese für deren Unterhalt in überwiegendem Mass aufkommt.

Höhe der Familienzulagen

Es werden nur ganze Familienzulagen ausgerichtet:

Kinderzulagen CHF 200.00 im Monat pro Kind
Ausbildungszulagen CHF 250.00 im Monat pro Kind

Der Familienzulagenanspruch wird Arbeitnehmenden via Arbeitgebende vergütet. Die Rückvergütung an die Arbeitgebenden, die Arbeitnehmenden nicht beitragspflichtiger Arbeitgebenden, die Selbstständigerwerbenden und die Nichterwerbstätigen wird durch Verrechnung mit Forderungen vorgenommen.

Dauer des Anspruchs

Der Anspruch auf Kinderzulagen entsteht am ersten Tag des Monats, in welchem das Kind geboren wird und erlischt grundsätzlich am Ende des Monats, in welchem das Kind 16jährig wird. Für erwerbsunfähige Kinder wird die Kinderzulage bis zum 20. Altersjahr vergütet.

Für Kinder in Ausbildung (Lehre, Kantonsschule usw.) können Ausbildungszulagen bis zum zurückgelegten 25. Altersjahr gewährt werden. Dafür benötigen wir aber eine Kopie des Lehrvertrags, eine Ausbildungs- oder eine Schulbestätigung.  Kein Anspruch auf Ausbildungszulage besteht, wenn das jährliche Einkommen des Kindes in Ausbildung höher ist als die maximale volle Altersrente der AHV (CHF 28'200 pro Jahr / CHF 2'350.00 pro Monat). Als Einkommen gelten Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit im Sinne der AHV, Taggelder der EO, ALV, IV sowie Kranken- oder Unfalltaggelder. Familienrechtliche Unterhaltsbeiträge und Stipendien gehören hingegen nicht zum Einkommen.

Leben die Kinder im Ausland, richtet sich die Höhe der Zulagen nach der Kaufkraft des Wohnstaates, mit speziellen Bestimmungen. Der allfällige Anspruch besteht grundsätzlich bis zum 16. Altersjahr.

Finanzierung der Familienausgleichskasse

Die dem Gesetz unterstellten Arbeitgebenden haben bei ihrer Ausgleichskasse Beiträge an die Familienausgleichskasse zu entrichten. Der Beitragssatz beträgt 1.3 % auf der AHV-pflichtigen Lohnsumme. Die Beiträge dürfen am Leistungslohn des/der Arbeitnehmenden nicht abgezogen werden. Der Arbeitgebende zahlt den vollen Beitrag.

Für Selbstständigerwerbende beträgt der Beitragssatz 1.3%. Der Beitrag an die Familienausgleichskasse wird auf dem AHV-pflichtigen Einkommen bis zur der Höhe von CHF 148'200.00 erhoben.

Die Beiträge der Familienausgleichskasse sind zusammen mit den AHV/IV/EO-Lohnbeiträgen oder den persönlichen Beiträgen periodisch mit der Ausgleichskasse abzurechnen.

Nichterwerbstätige Personen, deren AHV-Beitrag den Mindestbeitrag übersteigt, bezahlen 15 % ihres persönlichen AHV-Jahresbeitrages.

Wie können Sie die Familienzulagen geltend machen?

Die Anmeldung zum Bezug von Familienzulagen finden Sie auf dieser Website. Es können nur vollständig ausgefüllte Anmeldeformulare berücksichtigt werden. Die Anmeldung ist zusammen mit den entsprechenden Unterlagen (siehe Rückseite des Formulars) via Arbeitgebende, bzw. für Arbeitnehmende nicht beitragspflichtiger Arbeitgebender, Selbstständigerwerbende und Nichterwerbstätige via Zweigstelle oder direkt der Familienausgleichskasse zuzustellen.

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Fragen?

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